Der Fehmarnbelt enthält eine reiche Vielfalt an Fischarten. Als Teil der Umweltstudien für die Feste Fehmarnbeltquerung wurden nicht weniger als 58 verschiedene Arten registriert. Dies ist erheblich mehr, als von den Biologen erwartet worden war.
Eine artenreiche Fischwelt
Hering und Sprotte sind in offenen Gewässern weit verbreitet, während in Küstengewässern vornehmlich junger Kabeljau, junger Wittling, eine Vielzahl von Plattfischen, ebenso wie Seeskorpion, Grauer Knurrhahn und Aalmutter anzutreffen sind.
Der Belt fungiert auch als Wanderroute und Laichgrund für eine Reihe von Arten, wie z.B. Seehase, Hering und Hornhecht, die im Frühling in flachen Gewässern laichen. Dies gilt auch für die wandernden Blankaale, die den Belt im Herbst durchqueren, und den Kabeljau, der sich im Winter in tiefen Gewässern aufhält.
Netzreihen und Schleppnetze
Um Aufzeichnungen über das artenreiche Fischleben zu machen, werden jeden Monat Studien durchgeführt, bei denen z.B. sogenannte Multimaschenstellnetzfleets verwendet werden.
„Das sind 60 Meter lange Netzreihen mit 12 verschiedenen Maschengrößen, die sicherstellen, dass wir einen breiten Ausschnitt des gesamten Fischbestandes fangen“, erklärt Jens-Peter Müller, Senior Advisor beim Fischökologischen Labor in Helsingör. „Wir verwenden sie im flachen Wasser, während wir in tiefem Wasser normalerweise Schleppnetze verwenden.“
Zusätzlich werden die Fischwanderung, die Laichgründe und Kinderstuben der Fische mit Hilfe von Markierungsexperimenten (Tagging), hydroakustischen Messungen, Videostudien und durch Einsammeln von Laich und Larven mit sogenannten Bongonetzen kartiert. Durch die Markierung und den Wiederfang von zum Beispiel Aalen ist es möglich, die Hauptwanderrouten des Aals nachzuweisen.
Genaue Überwachung der Nahrungskette
Die vielen verschiedenen Fischarten haben jeweils ihren eigenen Platz in der Nahrungskette. Manche von ihnen spielen eine wichtige Rolle als Nahrungsgrundlage für Vögel an deren Überwinterungsorten und zur Regulierung der unteren Glieder in der Nahrungskette. Diese Fragen werden von den Biologen des Projektes genau untersucht.
„Wir arbeiten daran, einen Überblick über die derzeitige Situation zu bekommen, so dass wir die möglichen Auswirkungen einer Festen Fehrmarnbeltquerung auf das Fischleben abschätzen können“, sagt Jens-Peter Müller.
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Die Fischwanderung wird von Schiffen aus untersucht, die mit hydroakustischen Geräten und Grundschleppnetzen ausgestattet sind. Die Arbeit erfolgt nach einem festgelegten Muster und wird sowohl kontinuierlich (Markierung mit roten Tags) wie auch in regelmäßigen Zeitabständen (Markierung mit grünen Tags) durchgeführt.