Land
Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Tiere müssen sich frei bewegen können

print
Zahlreiche Tiere bewegen sich innerhalb eines großen Territoriums. Verkehrswege können hier für die Tierwelt eine große Barriere darstellen. Diese Barrierewirkung kann jedoch dadurch herabgesetzt werden, dass geeignete Querungsmöglichkeiten geschaffen werden.

Auch Straßen und Gleisanlagen im Anschluss an die feste Querung über den Fehmarnbelt schaffen neue Barrieren in der Landschaft, die die freie Bewegung von Tieren und Pflanzen behindern können.

Betroffene Arten
Diese Barrieren stellen insbesondere für solche Tiere eine Gefahr da, die sich in der Natur frei zwischen Brut‑ und Rastplätzen bewegen können müssen. Aber auch Pflanzen, die von den Tieren mitgeschleppt werden, sind betroffen.

Ein Beispiel ist der Springfrosch, der zwischen seinem Winterquartier im Laubwald und Brutplätzen an stehenden Gewässern wandert. Ein weiteres Beispiel ist die Fledermaus, die sich beim Flug an Bäumen und Wasserläufen orientiert. Wird eine Hecke, die als Windschutz dient, oder ein Wasserlauf von einem Verkehrsweg gequert, kann die Fledermaus die Orientierung verlieren und nicht länger ihren Futterplatz finden.

 

Aber auch Rehwild, Dachse, Füchse und Mäuse sowie mehrere Amphibienarten müssen sich frei in der Natur bewegen können.

Tiere queren Straße und Schiene
Um den Tieren die Überwindung der Hürden zu erleichtern, werden für sie Querungsmöglichkeiten in den Anlagen eingerichtet. Diese können sich über oder unter den Fahrbahnen befinden und unterschiedlich groß sein. Je nachdem, ob sie von z. B. Rehwild oder Springfröschen genutzt werden, müssen sie unterschiedlich ausgebildet sein.

Eine weitere wichtige Voraussetzung ist, dass solche Querungshilfen von den Tieren leicht gefunden werden. Die Chancen verbessern sich dann, wenn sich Durchlässe z.B. an Wasserläufen, Waldrändern oder Gebüschen befinden, entlang derer sich Tieren auf Wanderschaft bewegen.

Was ist eine UVS?
Lesen Sie hier mehr.
Dokumente
Besuchen Sie hier unser Archiv.
Fakten
Indirekte Barrieren

Aber nicht nur die feste Querung selbst stellt eine Barriere dar. Licht, Lärm und Verunreinigungen können indirekte Barrieren sein, die eine Gegend als Lebensraum oder Futterplatz für Tiere ungeeignet machen.

Moorfrosch
Foto: Jan Fischer Rasmussen
Spidssnudet_fro.jpg
Der Moorfrosch gehört zu den in Anhang IV der FFH-Richtlinie aufgenommenen Arten, die in allen EU-Ländern besonders geschützt sind. Im Frühjahr findet man diese Frösche an ihren Brutplätzen in Teichen, im Sommer in Mooren. Beim Entwurf der festen Querung wird die Wanderung der Frösche zwischen Teichen und Mooren so gut wie möglich berücksichtigt.

Timeline

Alternative content

Get Adobe Flash player