Kröten, Frösche und Molche gehören zu den Amphibien, von denen die meisten auf Gewässer zum Laichen angewiesen sind. Je nach Art halten sich Amphibien auch längere Zeit auf dem Land auf und unternehmen Wanderungen zwischen Brutteichen, Rastplätzen und Überwinterungsplätzen. Deswegen sind Bauwerke, die die freie Bewegung von Amphibien verhindern, für diese Arten so bedrohlich. Mit der Taschenlampe bei der Arbeit Wenn Biologen die Standorte von Amphibien bestimmen, konzentrieren sie sich auf die Teiche, in denen die Amphibien ihre Eier legen. Dabei muss das Suchverfahren auf jede einzelne Art abgestimmt sein, weswegen die Untersuchungen zu verschiedenen Jahreszeiten stattfinden. So findet man den Springfrosch, indem man im März und April nach Laichballen sucht, die Wechselkröte, indem man Ende April auf ihr nächtliches Quaken achtet. Der Nördliche Kammmolch wiederum wird in kleinen Netzen in Teichen gefangen. Man kann aber auch versuchen, ihn nachts mit einer Taschenlampe zu sehen oder im Juli nach den Larven zu fischen. Artenreichtum auf Fehmarn und Lolland Auch die Wechselkröte kommt in beiden Untersuchungsgebieten vor, ist jedoch nicht so verbreitet. Diese Art, wegen ihres Aussehens auch als Grüne Kröte bezeichnet, zeichnet sich durch charakteristische Paarungsrufe aus, die an ein Trillern erinnern. In beiden Untersuchungsgebieten wurden auch der Teichmolch, der Moorfrosch, der Teichfrosch und die Erdkröte gefunden, der Springfrosch nur auf Lolland und der Grasfrosch und die Kreuzkröte nur auf Fehmarn.
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Der Nördliche Kammmolch, der in die FFH-Richtlinie aufgenommen und somit streng geschützt ist, wird in vielen Teichen auf Lolland und Fehmarn angetroffen. Im Frühjahr suchen die erwachsenen Molche die Teiche zum Laichen auf, normalerweise unter dem umgebogenen Blatt einer Wasserpflanze. Die Larven leben im Teich, bis sich ihre Kiemenbüschel in Lungen verwandeln. Erst dann gehen sie im Herbst an Land. Als Brutstätte bevorzugt die Art verhältnismäßig saubere Teiche ohne Fische und mit viel Licht. Die Fotos zeigen einen erwachsenen Kammmolch an Land und eine recht große Larve (Fotos: Jan Fischer Rasmussen).
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Kammmolch, Kreuzkröte, Wechselkröte, Springfrosch und Moorfrosch sind durch internationales Recht streng geschützt (FFH-Richtlinie der EU). Während der Felduntersuchungen wurde deswegen besonders gründlich darauf geachtet, ob diese Arten in den Untersuchungsgebieten beheimatet sind. Den Karten ist zu entnehmen, wo die geschützten Amphibienarten auf Fehmarn und Lolland registriert wurden.
Amphibien auf Fehmarn (PDF)
Amphibien auf Lolland (PDF)