Das einzige Vorkommen der Blauflügeligen Sandschrecke in Dänemark ist das Gleisgelände bei Rødbyhavn (Foto: Jan Fischer Rasmussen).
Heuschrecken sind für ihre Lautäußerungen bekannt, die sie mit ihren Füßen und Flügeln erzeugen. Ihre “Musik“ ist insbesondere im Juli und August zu hören. Heuschrecken gliedern sich in zwei Unterordnungen, die sich durch die Länge ihrer Fühler in Kurz- und Langfühlerschrecken unterscheiden.
Die Familie der Laufkäfer ist ausgesprochen artenreich. Weltweit sind etwa 40.000 Arten bekannt und 326 davon kommen in Dänemark sowie 566 in Deutschland vor. Den allermeisten Arten ist gemein, dass sie auf dem Boden leben und jagen. Die Unterschiede liegen in der Größe die von 2 mm bis 10 cm reicht. Sammeln mit Netz und Sturzfallen Der Gesang der Heuschrecken ist ein wichtiger Teil ihrer Artbestimmung, da er für jede Art spezifisch ist. Alle Arten - mit Ausnahme der Dornschrecken - können alleine anhand ihrer Laute bestimmt werden. Während der Feldbegehung wird die Lauterfassung durch das Sammeln der Heuschrecken in Netzen ergänzt um sie anhand ihres Aussehens zu bestimmen. Laufkäfer werden in sogenannten Sturzfallen (kleine Becher) gefangen. Diese werden im Boden eingegraben und die Käfer stürzen hinein, wenn sie über den Boden laufen. An jedem Standort, der einen geeigneten Lebensraum für Laufkäfer darstellt, werden fünf Becher entlang von Transekten eingegraben. Hierbei handelt es sich um relativ warme, abwechslungsreiche Standorte ohne dichten Bewuchs. |
Arten auf Fehmarn und Lolland Im Rahmen der Felduntersuchungen auf Lolland wurden 1.524 Laufkäfer, die 60 Arten repräsentieren, gefangen. Auf Fehmarn wurden 5.441 Käferindividuen gefunden, die 67 Arten angehören. Somit wurden auf Fehmarn nur etwa ein Fünftel der in Schleswig-Holstein heimischen Laufkäferarten (ca. 325 Arten) gefunden. Die stark agrarisch geprägten Flächen sind vergleichsweise artenarm. Die meisten Tiere gehören gewöhnlichen, weitverbreiteten Arten an. In Dänemark wurden neun verhältnismäßig seltene Arten gefunden. Drei davon stehen auf der dänischen Roten Liste und sind gefährdet. In Deutschland wurden zwölf Arten gefunden, die in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste stehen, und sieben, die auf der Roten Liste des Bundes stehen. Auf Fehmarn gibt es nur wenige Strukturen wie z.B. Wälder, die für Laufkäfer von Bedeutung sind. Es überwiegen Bereiche mittlerer und mäßiger Bedeutung. Auf Lolland sind die wertvollsten Gebiete für Laufkäfer das Bahngelände bei Rødbyhavn und ein Gebiet mit Graudünen und Flechtenheide, westlich der Ferienhaussiedlung in Hyldtofte Østersøbad. Auf Fehmarn wurden insgesamt zehn Heuschreckenarten gefunden und auf Lolland elf. Acht dieser Arten kommen in beiden Ländern in großer Anzahl vor. Eine besonders interessante Art ist die Blauflügelige Sandschrecke, die nur im Bereich der Gleise bei Rødbyhavn und nirgendwo anders in Dänemark gefunden wurde. Diese Art steht noch nicht auf der Roten Liste, da sie erst 2005 in Dänemark gefunden wurde. Somit kommt sie noch nicht zehn Jahre im Land vor, wie es für eine Aufnahme in die Rote Liste erforderlich ist. Eine weitere interessante Art, die in Deutschland und Dänemark gefunden wurde, ist die Kurzflügelige Schwertschrecke. Ihr Verbreitungsgebiet ist die Küste. Diese Art nutzt feuchtere Bereiche z.B. mit Binsenbeständen, die sie für die Eiablage bevorzugt. In Deutschland steht diese Heuschreckenart auf der Vorwarnliste. Das bedeutet, dass die Art derzeit nicht gefährdet ist, ihre Bestände jedoch zurückgehen. |