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Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Schlangen und Eidechsen

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Lolland und Fehmarn gehören mit ihrem windigen und meeresfeuchten Klima nicht gerade zu den bevorzugten Standorten von Reptilien. Im Rahmen der Umweltuntersuchungen haben Biologen versucht, die wenigen geeigneten trockenen und sonnigen Standorte mit verstreut liegendem Gebüsch aufzufinden, um dort eventuelle Vorkommen von Schlangen und Eidechsen zu erfassen.

 Reptilien sind wechselwarme Tiere, deren Körpertemperatur von der Sonneneinstrahlung abhängt. Sie werden erst dann richtig aktiv, wenn die Sonne den Körper ausreichend erwärmt hat. Somit kommen diese Tiere hauptsächlich in Gebieten mit hoher Sonneneinstrahlung vor. Zum Schutz vor Fressfeinden, kalter Witterung und als Ruheplatz sowie bei zu starker Sonneneinstrahlung brauchen Reptilien ein abwechslungsreiches Terrain mit dichtem Gebüsch, Steinen oder anderen Strukturen, in die sich die Tiere zurückziehen können. Reptilien sind nicht ganz so wanderlustig wie beispielsweise Amphibien, haben aber dennoch spezielle Ansprüche an die Größe und die Struktur ihres Lebensraumes. Deswegen reagieren sie empfindlich, wenn Windschutzhecken und kleine Biotope verschwinden oder wenn Bestände aufgrund z.B. neuer Straßen isoliert werden.

Tricks zur Erfassung von Reptilien
Grundsätzlich können Reptilien bei schöner Witterung direkt aufgespürt und gezählt werden. In Gebieten mit geringem Vorkommen und unbeständigem Wetter bevorzugen Biologen der Natur ein wenig nachzuhelfen: sie legen künstliche Verstecke an. Die Verstecke werden im Frühjahr entlang von vorher bestimmten Erfassungslinien (sog. Transekten) angebracht, sodass sich die Tiere daran gewöhnen und sich unter ihnen verstecken können, wenn es zu kalt wird. Bei  regelmäßigen Kontrollbesuchen in der Dämmerung oder bei kalter Witterung wird das Versteck angehoben, um zu prüfen, ob sich Reptilien darunter befinden. Auf Lolland wurden Reptilien ohne künstliche Verstecke aufgesucht, hier untersuchte man insbesondere trockene Gebiete mit hohem Strukturreichtum, wo das Vorkommen von Reptilien wahrscheinlich ist. Als Untersuchungszeitpunkt wurden sonnige Tage gewählt, an denen die Tiere in der Regel sehr aktiv sind.

Außerdem wurden zahlreiche Reptilien in Verbindung mit den übrigen Standortuntersuchungen auf Fehmarn und Lolland erfasst.

 


Der Bewuchs des Küstendeichs auf Lolland ist niedrig mit verstreutem Gebüsch und Steinhaufen. Dies ist der ideale Aufenthaltsort für Eidechsen (Foto: Annebeth Hoffmann).


Nur wenige Reptilien auf Fehmarn und Lolland
Wie die Biologen schon erwartet hatten, sind die Reptilien-Vorkommen in den Untersuchungsgebieten eher bescheiden. Im Rahmen der Felduntersuchungen wurden in erster Linie Waldeidechsen gesichtet. Auf Lolland wurde diese Art an 13 Standorten festgestellt, auf Fehmarn nur an fünf. Auf Lolland konzentrierten sich die Vorkommen auf den Küstenbereich. Hier wurden außerdem an einem Standort Ringelnattern gefunden, auf Fehmarn wurden keine weiteren Reptilienarten beobachtet.

Es ist wahrscheinlich, dass das dänische Untersuchungsgebiet auch Lebensraum für Blindschleichen ist, da diese Art auf Lolland generell sehr verbreitet ist. Auf Fehmarn wurden Blindschleichen nur dreimal erfasst, und das vor 1991, allerdings leben diese Tiere im Naturschutzgebiet „Grüner Brink“, das zum Teil in das Untersuchungsgebiet ragt. Zauneidechsen wurden weder auf Fehmarn noch auf Lolland gefunden.

 

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Fakten
Reptilien

Bei den Felduntersuchungen suchen Biologen Reptilien und markieren die Fundorte anschließend auf einer Karte. Auf Fehmarn konzentrierte sich die Suche auf Waldeidechsen, Ringelnattern und Blindschleichen, auf Lolland auf Zauneidechsen, Waldeidechsen, Ringelnattern und Blindschleichen. Den Karten sind die verschiedenen Fundorte in den Untersuchungsgebieten zu entnehmen.

Reptilien auf Fehmarn (PDF)

Reptilien auf Lolland (PDF)

Reptilienversteck
Foto: Manfred Haacks

  
Auf Fehmarn werden künstliche Verstecke benutzt, unter denen Reptilien Unterschlupf finden. Auf diese Weise können die Biologen die Verbreitung der Tiere bestimmen.

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