Libellen suchen vor allem das Wasser auf, denn dort entwickeln sich ihre Larven. Zwischen April und Oktober kann man die ausgewachsenen Insekten an Seen, Kleingewässern, Wasserläufen und Mooren bewundern. Libellen sind fantastische Flug- und Manövrierkünstler und bestimmte Arten können eine Geschwindigkeit von bis zu 35 km in der Stunde erreichen. In Dänemark sind 58 Arten, in Deutschland rund 80 bodenständig. Diese Arten sind zu unterschiedlichen Zeitpunkten unterwegs und unterscheiden sich auch hinsichtlich der Anforderungen, die sie an ihren Lebensraum stellen. Tagfalter zählen zu einer besonders farbenfrohen Insektenordnung. Das Leben als Imago, d. h. als erwachsenes Tier, macht übrigens nur einen kurzen Teil des gesamten Lebens eines Schmetterlings aus. Dieses Stadium dauert nur zwei bis drei Wochen. Zuvor hat das Tier bis zu einem Jahr und sogar länger als Ei, Raupe und Puppe verbracht. Felduntersuchungen nur bei leichter Brise und Sonnenschein Ideale Wetterbedingungen für die Beobachtung beider Arten sind leichter Wind, kein Regen, Sonnenschein und Temperaturen von mindestens 15-20 Grad. Da die verschiedenen Arten zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in der Regel auch nur über kürzere Zeiträume unterwegs sind, werden die Untersuchungen im Laufe eines Jahres mehrmals wiederholt. Wenige seltene Arten auf Fehmarn und Lolland Auf Fehmarn wurde allerdings mit der Frühen Heidelibelle eine interessante Artgefunden. Diese Art ist im Mittelmeergebiet weit verbreitet und hat sich in den letzten Jahren auch in Schleswig-Holstein durchgesetzt. In Dänemark wurde diese Art nur einige wenige Male außerhalb der aktuellen Felduntersuchungen beobachtet. Auf Fehmarn wurden insgesamt 18 und auf Lolland 30 Schmetterlingsarten gefunden. Zu den interessanteren und zudem selteneren Arten gehört der Postillon, der auch Wander-Gelbling genannt wird. Er wurde nur auf Lolland und nicht auf Fehmarn gefunden. Dieser Wanderfalter aus Mittel- und Südeuropa kann sich zwar nicht in Dänemark fortpflanzen, wurde aber im Jahr 2009 an vielen Orten gesichtet. Beim Distelfalter kam es 2009 infolge eines Masseneinfluges im Frühjahr mit anschließender Eiablage zu großen Beständen auf Lolland und Fehmarn.
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Im Rahmen der Felduntersuchungen haben Biologen auch die Bestände von Schmetterlingen und Libellen erfasst. Die Artenlisten zeigen alle gefundenen Arten.
Im Rahmen der Felduntersuchungen besuchen Biologen zahlreiche Standorte, die Lebensraum für Schmetterlinge und Libellen bieten. Die Wertigkeit des Standorts wird u. a. vor dem Hintergrund der Anzahl und Seltenheit der dort gefundenen Arten bestimmt. Welche Schmetterlingsarten gefunden werden, wird u. a. von der Anzahl an Blütenpflanzen, der unterschiedlichen Wuchshöhe und Vegetationsstruktur sowie dem Vorkommen der richtigen Nahrungspflanzen bestimmt. Bei Libellen wiederum sind die Wasserqualität, der Anteil offener Wasserflächen, die Gewässerstruktur und ein vielfältiger Uferbewuchs entscheidend. Die Bewertungen der Untersuchungsgebiete auf Fehmarn und Lolland sind den Karten zu entnehmen.