Land
Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Flugroute für Zugvögel aus aller Welt

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Der Fehmarnbelt ist ein wichtiges Gebiet für zahlreiche geschützte Meeres- und Landvögel. Dies ist beim Bau der Festen Fehmarnbeltquerung auf jeden Fall zu berücksichtigen.

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Die Schellente ist eine von vielen Vogelarten, die regelmäßig am Fehmarnbelt rasten. (Foto: Femern A/S)


In den Wintermonaten überwintern Tausende von Vögeln, wie Tauchenten und Eiderenten, am Fehmarnbelt, der zudem ein wichtiger Ortungspunkt für viele Zugvögel ist.

Brücken stellen für viele Vögel ein Hindernis dar, was dazu führen kann, dass die Vögel sich eine neue Zugroute suchen müssen und nicht länger die Nahrungs- und Rastplätze in der Nähe der Brücke aufsuchen. Bei schlechter Sicht laufen Vögel außerdem Gefahr, mit Pylonen oder Seilen der Brücke zu kollidieren. Die Beleuchtung einer Brücke stellt eine weitere Behinderung für Vögel dar. Die feste Querung kann auch indirekt Probleme für Vögel verursachen, wenn die Menge an Futter, z. B. Miesmuscheln, durch das Bauwerk reduziert wird.

Auch ein Tunnel kann Vögeln den Zugang zu Nahrungsplätzen erschweren, generell ist die Barrierewirkung jedoch geringer, da nur die Zufahrten für die Vögel sichtbar wären. 

 

Lebensraum der Vögel
Veränderungen des Lebensraums oder des Zugangs zu Nahrungsplätzen einer Vogelart können deren Überlebens- und Fortpflanzungsmöglichkeiten einschränken. Diese Veränderungen können das Ergebnis z. B. der Ausbreitung von Sand und Schlamm während der Baggerarbeiten für eine Brücke oder einen Tunnel sein. Wird das Wasser dadurch trübe, erschwert dies die Nahrungssuche. Außerdem kann die Nahrungsquelle selbst reduziert werden oder ganz verschwinden.

Eine Brücke kann aber auch positive Auswirkungen haben. Im Unterwasserbereich wirken die Brückenpfeiler wie künstliche Riffe, an denen Algen und Muscheln wachsen können. Damit werden neue Nahrungsquellen für Vögel geschaffen.

Schutz des einzigartigen Vogelreichtums
Um die Zugstrecke und den Lebensraum für Vögel zu bewahren, werden umfassende Untersuchungen des Fressverhaltens, der Zugrouten von Zugvögeln usw. durchgeführt. Vögel werden von Schiffen, Flugzeugen und ausgewählten Standorten an Land aus mit einer Kombination von modernster Radartechnik und traditioneller Beobachtungen mit dem Fernglas verfolgt. Dank des Radars können die Beobachtungen über längere Zeiträume und größere Distanzen durchgeführt werden.

Diese grundlegenden Untersuchungen werden u. a. durch Untersuchungen der Reaktion von Vögeln auf vorhandene Brücken ergänzt. Für die Umweltverträglichkeitsuntersuchung werden alle erhobenen Daten für statistische Modelle genutzt, die eine solide Grundlage für die Abschätzung der Folgen der festen Querung für die Vogelwelt bilden.

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Fakten
Die Vogelflugroute Afrika/Eurasien

Der Fehmarnbelt ist ein wichtiger Ortungspunkt auf der Vogelflugroute Afrika/Eurasien. Hunderttausende von Landvögeln, wie Raubvögel, Tauben und Singvögel, überqueren den Belt jedes Jahr in Nord-Süd-Richtung.

Der schmale Fehmarnbelt ist auch ein Sammelplatz für ziehende Wasservögel auf dem Weg von Osten nach Westen.  Die jüngsten Untersuchungen zeigen, dass jährlich etwa 300.000 Eiderenten den Fehmarnbelt passieren. Dazu kommen Zehntausende andere ziehende Wasservögel.

 

Flugstrecke für Vögel im Herbst
Grafik: Schmidt und Brehm 1974 / Berndt und Busche 1991

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