Land
Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Die Pflanzen erzählen uns etwas über die Gegend

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Umfangreiche Bauarbeiten, wie sie für die feste Querung erforderlich sind, können die Pflanzen im Umfeld beeinträchtigen. Die Vegetation an Land soll so wenig wie möglich beeinträchtigt werden, daher wird die Vegetation im Rampenbereich der festen Querung kartografisch und in einer Datenbank erfasst.

Nördlich und südlich des Fehmarnbelts untersuchen Biologen systematisch zahlreiche Standorte mit den unterschiedlichsten Biotopen, wie Seen, Fließgewässer, Wälder, Weideland, Moore, Salzwiesen und Brachland. An jedem Standort werden die Pflanzenarten untersucht und die Qualität des Standorts wird beschrieben und bewertet.

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Das Kleine oder Knollige Mädesüß ist eine relativ seltene Pflanze, die an einigen Standorten auf Fehmarn und Lolland zu finden ist. (Foto: Manfred Haacks)


Die Pflanzen geben Aufschluss über die Gegend
Die verschiedenen Pflanzenarten stellen unterschiedliche Anforderungen an ihren Lebensraum. Das Pflanzenwachstum kann uns daher viel über den ökologischen Zustand bestimmter Biotope sagen. Als Teil der Untersuchung wird eine Artenliste ausgearbeitet, die einen Überblick über alle im Rahmen der Kartierung gefundenen Pflanzenarten gibt.

Wenn hoch wachsende Pflanzenarten wie die große Brennnessel und das zottige Weidenröschen, die viel Nahrung benötigen, dominieren, weist dies auf einen schlechteren Zustand der Natur hin, als wenn anspruchsvollere Arten wie das klebrige Leimkraut und das Körnchen-Steinbrech dominieren, die Licht und einen nahrungsarmen Boden benötigen.

 

Das Vorkommen von Arten, die sich langsam ausbreiten, kann auf Gebiete hinweisen, die mit einer höheren Wahrscheinlichkeit Lebensraum für bestimmte Insekten und Pilze sind. Beispiele für solche Arten sind der hohle Lerchensporn und das große Hexenkraut.

Auf der Suche nach seltenen Arten
Neben der generellen Kartierung der Pflanzenarten werden Untersuchungen zu Moosarten sowie seltenen und bedrohten Gefäßpflanzen, die auf der Roten Liste stehen, durchgeführt.

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Der Ackerwachtelweizen ist auf Fehmarn inzwischen ausgestorben. Ganz anders auf Lolland. Hier bietet der Deich bei Rødbyhavn so gute Wachstums-bedingungen, dass sich hier der größte Bestand Dänemarks findet. (Foto: Jan Fischer Rasmussen)


Für diese Untersuchungen wird eine Anzahl von Standorten ausgewählt, an denen sich mit größter Sicherheit seltene Arten finden. Diese Gebiete werden durch Experten (eventuell mit Ortskenntnis) inspiziert, interessante Funde werden mithilfe von GPS markiert, damit die genaue Position gefunden werden kann. Dies vermittelt einen guten Überblick über die Standorte seltener Pflanzen.

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Fakten
Gebiete auf Fehmarn und Lolland

Aufgrund der Nähe zur Küste verfügen Fehmarn und Lolland über mehrere Gebiete mit Salzwiesen und Dünen. Die Deiche auf Lolland sind aus botanischer Sicht bedeutende Gebiete. Die Küstenlagunen auf Fehmarn mit ihren Salzwiesen und dem Schilf bilden ebenfalls einen Lebensraum für seltene Arten.

Landeinwärts wird die Landschaft von landwirtschaftlich genutzten Feldern dominiert, auf denen es nur wenige Pflanzenarten gibt. Zwischen den Feldern liegen jedoch auch Moore, Wälder und Wiesen mit der jeweiligen eigenen Pflanzenwelt. Insbesondere Teiche sind häufig in der Landschaft zu finden – es gibt mehrere hundert.

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