Feuchtgebiete inklusive Moore und Sümpfe entstehen überall dort, wo der Grundwasserspiegel so hoch ist, dass der Boden mit Wasser gesättigt ist, ohne dass sich jedoch ein See bildet. Bei Mooren unterscheidet man zwischen nährstoffarmen Hochmooren und nährstoffreicheren Niedermooren. Entscheidend hierfür ist u. a., ob das Moor mineralbodenernährt (Quellwasser, Grundwasser usw.) oder niederschlagswassergespeist ist. Niedermoore entstehen beispielsweise durch die Verlandung von Seen, häufig bilden sich auch Erlenbrüche mit torfigem Substrat und hoch anstehendem Grundwasser. In den Feuchtgebieten Lollands und Fehmarns wachsen typische Pflanzenarten wie das Echte Mädesüß, das Zottige Weidenröschen, die Sumpf-Segge und die Sumpfschwertlilie. Überwiegt in einem Niedermoor das Schilfrohr, kann sich als Sonderform ein Schilfröhricht bilden. Wird ein Moor beweidet oder gemäht, entstehen Feuchtwiesen. Kartierung von Feuchtgebieten
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Feuchtgebiete mit dichtem Weidenbewuchs Auch das Moor Ringsebølle Mose auf Lolland ist von Ackerflächen umgeben, aber aufgrund seiner Größe ist es ein bedeutendes Biotop. Das Moor besteht aus einem Mosaik von trockenen und feuchten Flächen mit einigen größeren Seen und ist die Heimat zahlreicher Libellen. Insgesamt 17 verschiedene Libellenarten konnten im Rahmen der Felduntersuchungen registriert werden. Darüber hinaus ist das Moor Lebensraum für zahlreiche Amphibienarten, die in Teichen am Moor leben. Es wurden zahlreiche interessante Arten wie Sumpffarn, Sumpfdotterblume und Kuckucks-Lichtnelke gefunden. Auf Fehmarn findet sich mit dem Blankenwisch westlich von Puttgarden nur ein größeres Feuchtgebiet. Beim Blankenwisch handelt es sich vermutlich um einen verlandeten See, der jetzt vollständig mit Schilf bestanden ist. Randlich findet sich ein schütterer Schwarzerlenbestand mit entwässertem und teilmineralisiertem Untergrund. |
Die Feuchtgebiete in den Untersuchungsgebieten auf Fehmarn und Lolland stehen gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz und § 3 des dänischen Naturschutzgesetzes unter Schutz. Der entwässerte Bruchwaldbereich im Blankenwisch ist aufgrund seiner jetzigen trockenen und mineralisierten Ausprägung nicht gesetzlich geschützt. Ihre Lage ist in den Karten eingezeichnet.
Geschützte Biotope der Niedermoore, Sümpfe und Ufer auf Fehmarn (PDF)