Land
Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Moore und Feuchtgebiete in der Feldflur

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Auf Fehmarn und Lolland gibt es nur kleinflächig, weit verstreut gelegene Moore bzw. Feuchtgebiete, die zudem häufig von Grauweide bestanden sind. In diesen Bereichen findet man nur wenige charakteristische Pflanzen, jedoch sind mehrere Feuchtgebiete Lebensräume von Amphibien und Libellen.

Feuchtgebiete inklusive Moore und Sümpfe entstehen überall dort, wo der Grundwasserspiegel so hoch ist, dass der Boden mit Wasser gesättigt ist, ohne dass sich jedoch ein See bildet. Bei Mooren unterscheidet man zwischen nährstoffarmen Hochmooren und nährstoffreicheren Niedermooren. Entscheidend hierfür ist u. a., ob das Moor mineralbodenernährt (Quellwasser, Grundwasser usw.) oder niederschlagswassergespeist ist. Niedermoore entstehen beispielsweise durch die Verlandung von Seen, häufig bilden sich auch Erlenbrüche mit torfigem Substrat und hoch anstehendem Grundwasser.

In den Feuchtgebieten Lollands und Fehmarns wachsen typische Pflanzenarten wie das Echte Mädesüß, das Zottige Weidenröschen, die Sumpf-Segge und die Sumpfschwertlilie. Überwiegt in einem Niedermoor das Schilfrohr, kann sich als Sonderform ein Schilfröhricht bilden. Wird ein Moor beweidet oder gemäht, entstehen Feuchtwiesen.

Kartierung von Feuchtgebieten
Alle Feuchtgebiete in den Untersuchungsgebieten auf Fehmarn und Lolland wurden von Biologen untersucht und kartografisch erfasst. Mit Hilfe der Karten wurden Artenlisten erstellt und die Gebiete bewertet. Die Bewertung wird u. a. dadurch beeinflusst, ob ein Feuchtgebiet Standort für charakteristische oder seltene Pflanzen ist, ob es zugewachsen und ob es Teil eines größeren Ökosystems ist. Außerdem ist für die fachliche Bewertung wichtig zu berücksichtigen, ob das Feuchtgebiet zu einer größeren naturräumlichen Einheit gehört, ob es isoliert liegt und ob es als wichtiges Trittsteinbiotop für Tiere dient.

 

Feuchtgebiete mit dichtem Weidenbewuchs
Die Feuchtgebiete in den Untersuchungsgebieten auf Fehmarn und Lolland haben generell einen geringen biologischen Wert. Der Grund hierfür ist der dichte Bewuchs mit Weiden auf Lolland sowie die Artenarmut und Entwässerung auf Fehmarn. Aber auch der hohe Nährstoffgehalt, der aus den umliegenden landwirtschaftlich genutzten Flächen resultiert, führt zu einer geringen Wertigkeit.

Auch das Moor Ringsebølle Mose auf Lolland ist von Ackerflächen umgeben, aber aufgrund seiner Größe ist es ein bedeutendes Biotop. Das Moor besteht aus einem Mosaik von trockenen und feuchten Flächen mit einigen größeren Seen und  ist die Heimat zahlreicher Libellen. Insgesamt 17 verschiedene Libellenarten konnten im Rahmen der Felduntersuchungen registriert werden. Darüber hinaus ist das Moor Lebensraum für zahlreiche Amphibienarten, die in Teichen am Moor leben. Es wurden zahlreiche interessante Arten wie Sumpffarn, Sumpfdotterblume und Kuckucks-Lichtnelke gefunden.

Auf Fehmarn findet sich mit dem Blankenwisch westlich von Puttgarden nur ein größeres Feuchtgebiet. Beim Blankenwisch handelt es sich vermutlich um einen verlandeten See, der jetzt vollständig mit Schilf bestanden ist. Randlich findet sich ein schütterer Schwarzerlenbestand mit entwässertem und teilmineralisiertem Untergrund.

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Fakten
Geschützte Feuchtgebiete

Die Feuchtgebiete in den Untersuchungsgebieten auf Fehmarn und Lolland stehen gemäß § 30 Bundesnaturschutzgesetz  und § 3 des dänischen Naturschutzgesetzes unter Schutz. Der entwässerte Bruchwaldbereich im Blankenwisch ist aufgrund seiner jetzigen trockenen und mineralisierten Ausprägung nicht gesetzlich geschützt. Ihre Lage ist in den Karten eingezeichnet.

Geschützte Biotope der Niedermoore, Sümpfe und Ufer auf Fehmarn (PDF)

Geschützte Moore auf Lolland (PDF)

Zugewachsenes Feuchtgebiet
Foto: Jan Fischer Rasmussen

  
Zahlreiche Feuchtgebiete auf Fehmarn und Lolland sind zugewachsen. Die vorherrschende Pflanze ist Schilfrohr, seltene Arten gibt es nur wenige.

Timeline

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