Land
Die Umweltuntersuchungen klären, welche Auswirkungen eine feste Querung auf Flora und Fauna sowie auf Landschaft und Boden auf Fehmarn und Lolland haben wird. Belastungen durch Lärm, Licht und Verschmutzung werden auch untersucht.

Lebendige Inseln der Agrarlandschaft

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Auf Fehmarn und Lolland ist die Landschaft von der Landwirtschaft geprägt und es gibt es nur wenig Wald. Aber gerade deswegen sind die vorhandenen Bewaldungen so wertvoll, denn sie sind das Zuhause zahlreicher Pflanzen, Tiere und Pilze. Der lokale Bestand der Windschutzhecken hingegen ist nur selten als Lebensraum für seltenere Pflanzen und Tiere von Bedeutung. Sie haben aber eine wichtige Funktion als Verbreitungskorridore für verschiedene Tierarten, wie Insekten, Kleinsäuger oder Amphibien. Auf Fehmarn ist außerdem die in die Rote Liste aufgenommene Schwarznessel in den Windschutzhecken weit verbreitet.


Im Frühjahr ist der Waldboden von weißen und gelben Anemonen bedeckt (Foto: Annebeth Hoffmann).

Wälder sind die Heimat zahlreicher spezialisierter Pflanzen, die nur in diesem Lebensraumtyp vorkommen und auch nur dann, wenn der Wald verhältnismäßig alt ist. Ebenso bietet ein  alter Wald  wichtigen Lebensraum für Insekten und Pilze, die alte Baumbestände und das abgestorbene Holz auf dem Waldboden schätzen. Generell nimmt die biologische Vielfalt mit dem Alter des Waldes deutlich zu, und viele unserer geschützten oder auf den roten Listen aufgeführten Arten sind typische Altholzbewohner.

Aber auch Windschutzhecken an Ackerrändern können als Lebensraum oder Verbreitungskorridor für zahlreiche Tier- und Pflanzenarten dienen. Allerdings handelt es sich hier meist um verhältnismäßig verbreitete Arten.

Kartierung von Waldbeständen und Windschutzhecken
Alle Wälder und Windschutzhecken in den Untersuchungsgebieten auf Fehmarn und Lolland wurden untersucht und die dort gefundenen Arten kartografisch erfasst. Anhand der Untersuchungsergebnisse wurden Artenlisten ausgearbeitet und die verschiedenen Gebiete bewertet.

 

Die Bewertung wird u.a. dadurch beeinflusst, ob der Wald oder die Windschutzhecke Standort für charakteristische oder seltene Pflanzen ist, wie hoch die jeweilige Artenvielfalt ist und ob die Fläche Teil eines größeren ökologischen Lebensraums ist. Bei Windschutzhecken spielt auch eine Rolle, ob diese einreihig und isoliert oder breiter sind und mehrere Naturflächen miteinander verbinden.

Interessante Flora
Byhave Skov auf Lolland ist ein hervorragendes Beispiel für einen typischen, traditionell bewirtschafteten Bauernwald mit altem Baumbestand. Hier finden sich zahlreiche wichtige, charakteristische Pflanzen. Auch die stadtnahen Waldbestände bei Rødby und Rødbyhavn sind biologisch gesehen, aber auch als Erholungsgebiet wertvoll. Bei Saksfjed Inddæmning wiederum ist die Bewaldung ganz anders. Dieser feuchte, in erster Linie mit Hängebirken und Schwarz-Erlen bestandene Wald ist verhältnismäßig jung, da er sich erst nach der künstlichen Eindämmung entwickeln konnte, die nach der Sturmflut im Jahre 1872 begann.

Im Untersuchungsgebiet auf Fehmarn gibt es nur ein Waldgebiet mit Erlen, das an ein größeres Schilfrohröhricht bei Blankenwisch im nordwestlichen Teil des Gebiets angrenzt.

Die meisten Windschutzhecken auf Fehmarn und Lolland sind einreihig und auf Lolland generell von geringem Wert. Die Windschutzhecken auf Fehmarn hingegen sind sehr viel interessanter, da in vielen die Schwarznessel gedeiht, die in Schleswig-Holstein auf der Roten Liste steht.

Was ist eine UVS?
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Fakten
Alter Baumbestand als Indikator

Alte Wälder sind Naturgebiete von besonderem Wert, da sich viele Waldtypen nur sehr langsam entwickeln. In einigen Fällen kann es bis zu mehrere hundert Jahre dauern, ehe sich ein Wald gebildet hat. In Wäldern finden sich auch zahlreiche wertvolle Pilz- und Insektenarten, die bei der Wahl ihres Lebensraums sehr anspruchsvoll sein können. Sie kommen oft nur in  Wäldern mit sehr viel Totholz vor. Ein Verfahren zur Bewertung von Wäldern bedient sich der sogenannten Waldindikatoren für alte Wälder. Dieses Verfahren wurde in Lolland angewendet, in der Artenliste sind die Waldindikatoren des Untersuchungsgebiets aufgeführt.

Geschützte Wälder auf Lolland

Der Karte sind die in Übereinstimmung mit § 3 des dänischen Waldgesetzes geschützten Wälder im dänischen Untersuchungsgebiet zu entnehmen. Vergleicht man die Nummern der Artenliste über Waldindikatoren mit den Nummern auf der Karte, sieht man, wo die Indikatoren gefunden wurden.

Geschützte Wälder auf Lolland (PDF)

Waldindikatoren (PDF)

Geschützte Knicks und Feldgehölze auf Fehmarn

Der Karte sind die in Übereinstimmung mit § 21 LNatSchG S-H geschützten Hecken im deutschen Untersuchungsgebiet zu entnehmen.

Geschützte Knicks und Feldgehölze auf Fehmarn (PDF)

Timeline

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