Sollte die Querung über den Fehmarnbelt durch eine Brücke realisiert werden, wird die Brücke in der Nacht aus Rücksicht auf die Verkehrssicherheit und auf die Ästhetik für die Menschen, die die Brücke befahren, beleuchtet sein. Dies gilt auch für die Brückenrampen und die Mautanlage. Eine künstliche Außenbeleuchtung kann aber auch unbeabsichtigte Auswirkungen haben, die so ausgeprägt sind, dass man direkt von Lichtverunreinigung sprechen kann. Licht beeinflusst Tiere und Menschen Künstliches Licht vertreibt nicht nur die Dunkelheit. Es kann auch dazu führen, dass das natürliche Licht der Nacht nur eingeschränkt wahrgenommen werden kann. Außerdem kann das künstliche Licht den Schlaf von Menschen und Tieren stören. Die Beleuchtung der Querung kann zu unterschiedlichen Beeinträchtigungen des Tierlebens führen. Zugvögel können dadurch irritiert werden und im schlimmsten Fall in das Bauwerk fliegen, Lurche ändern aufgrund der Lichtintensität in der näheren Umgebung möglicherweise ihre Fortpflanzungsgewohnheiten. Auch einige Fischarten können unter künstlichem Licht leiden. Darüber hinaus kann ein Ungleichgewicht in der Nahrungskette entstehen, da anpassungsfähige Arten ihre Gewohnheiten bei der Nahrungssuche ändern. Der Begriff hierfür ist „Nachtlicht-Nische“. Dieser Begriff beschreibt das Phänomen, dass z. B. Fledermäuse, Spinnen und bestimmte Vogelarten von Insekten leben, die sich um künstliche Lichtquellen sammeln. |
 Als Teil der Umweltverträglichkeitsuntersuchungen werden auch die Auswirkungen der festen Querung auf das globale Klima untersucht. Unter anderem wird untersucht, ob ein Tunnel das Klima mehr oder weniger belastet als eine Brücke. Außerdem wird untersucht, inwieweit sich die Belastungen einer festen Querung von den Belastungen des Fährbetriebs unterscheiden. (Foto: Femern A/S)
Umweltuntersuchung bzgl. des künstlichen Lichts Um eventuelle Umweltbelastungen durch die künstliche Beleuchtung der festen Querung zu begrenzen, wird eine Untersuchung der vorhandenen und der zukünftigen Lichtquellen durchgeführt. Dabei wird die Ausbreitung des Lichts der verschiedenen Quellen, aber auch mögliche Bedrohungen für Tiere und Menschen ermittelt und ein Vorschlag zur Lösung bestimmter Lichtprobleme ausgearbeitet.
|