Die Untersuchungen werden durchgeführt um u.a. festzustellen, ob eine Brücke den Vogelzug behindern könnte und negative Auswirkungen, insbesondere auf geschützte Arten, zu befürchten sind. Mit Fernglas stets bereit Rund um die Uhr vom Radar verfolgt Um auch die Zughöhe der Vögel erfassen zu können, werden an fünf Stationen zusätzliche senkrecht gekippte Radargeräte eingesetzt, die die Radarstrahlen vertikal in den Himmel senden. Diese Geräte erlauben es, den Vogelzug bis in 1,5 km Höhe zu verfolgen. Als Besonderheit bei den Untersuchungen zur Festen Fehmarnbeltquerung kommt auch ein Zielverfolgungsradar aus alten Schweizer Militärbeständen zum Einsatz. Dieses Gerät sucht mithilfe eines fokussierenden Radarstrahls den Himmel nach sich bewegenden Objekten ab. Sobald ein solches gefunden ist (also ein Vogel oder ein Schwarm), wird das Ziel automatisch verfolgt, bis es aus der Reichweite verschwindet. Als Ergebnis erhält man die Zugrichtung, Zughöhe und Fluggeschwindigkeit.
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In zwei Kilometern Höhe über den Fehmarnbelt Wie tagziehende Landvögel auf die notwendige Überquerung einer Meeresfläche reagieren, zeigen die Radaruntersuchungen. Besonders Kleinvögel steigen in große Flughöhen auf, sobald sie die Küste verlassen. Mit dem Radar ließ sich verfolgen, wie ein Schwarm Kleinvögel nach dem Verlassen der Küste Lollands bis auf 2 km Höhe aufstieg, als würde er einen unsichtbaren Berg übersteigen. Die Vögel tun dies vermutlich, um sich zu orientieren und die kürzeste Verbindung bis zum nächsten Landeplatz zu erkennen. Greifvögel nutzen erwärmte aufsteigende Luft und gewinnen so kreisend über Land an Höhe, um dann einen großen Teil des Fehmarnbelts im Gleitflug zu überqueren. Für die Landvögel stellt eine Brücke im Fehmarnbelt keine Barriere da. Ein eventuelles Kollisionsrisiko ist jedoch abzuschätzen und zu bewerten. Wasservögel |
Die noch laufenden Untersuchungen ergeben eine Vielzahl neuer und wissenschaftlich sehr wertvoller Ergebnisse, so dass die Umweltverträglichkeitsprüfung auf eine umfassende Datenbasis aufbauen kann, wie sie selten bei einem Projekt vorliegt. Bislang wurden mehr als 200 Vogelarten erfasst, die den Fehmarnbelt während ihres Zugs überqueren. Die Datenbank enthält mehr als 2 Mio. Sichtbeobachtungen und 200.000 akustische Registrierungen sowie um die 100.000 Radarobservationen von über 200 Vogelarten.
Eine Brücke könnte eine Barriere bilden und so Zugwege unterbrechen. Vögel könnten mit dem Bauwerk kollidieren oder Opfer des Brückenverkehrs werden, wenn sie auf der Brücke landen sollten. Befürchtungen über Kollisionen von Vögeln beziehen sich vor allem auf Situationen, in denen Vogelzug bei schlechten Wetterbedingungen durch die Beleuchtung von Brücke und Verkehr angezogen wird. Diese möglichen Risiken werden abgeschätzt und bewertet.