Wasser
An Land werden Seen, Flüsse und das Grundwasser untersucht. Schwerpunktbereiche bei den Meeresuntersuchungen sind die marine Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der festen Querung auf die Strömungsverhältnisse im Fehmarnbelt.

Das Meer wird rund um die Uhr überwacht

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Der Fehmarnbelt ist eine schmale Meerenge. Das Wasser ist ständig in Bewegung und verändert sich. Es muss einen klaren Überblick über die Auswirkungen geben, die eine Brücke oder ein Tunnel auf die komplexen Gewässer hat, bevor mit dem Bau der Fehmarnbeltquerung begonnen wird.

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Die Femern A/S betreibt ein Schiff, das ganz im Dienste des Umweltschutzes steht. Das Schiff ist regelmäßig auf Fahrt, um Vögel zu beobachten und wird auch in Verbindung mit Messungen der Meeresumwelt verwendet. (Foto: DHI)


Das Wasser im Fehmarnbelt ist - wie in den meisten Binnengewässern - in Schichten aufgeteilt, mit Brackwasser aus der Ostsee an der Oberfläche und salzhaltigerem, durch die Nordsee geprägten Wasser am Boden. Das salzhaltigere Wasser am Boden strömt in die Ostsee. Diese großen einströmenden Mengen sind für die Bedingungen dort entscheidend. Die Wasserqualität wird sowohl von einströmendem Wasser aus anderen Gebieten als auch von den lokalen Bedingungen bestimmt. Hin und wieder kommt es zu Sauerstoffmangel, dieses Phänomen ist jedoch hauptsächlich in den Nachbargebieten zu finden.

Eine Brücke über den Fehmarnbelt kann die Dynamik des Belts beeinflussen. Die Brückenpfeiler können die Wasserbewegungen blockieren und dadurch die Strömungen und den natürlichen Wasseraustausch zwischen dem Wasser an der Oberfläche, am Boden und zwischen den Meeresgebieten beeinflussen.  

 

Die Umweltbedingungen können auch durch künstliche Inseln beeinflusst werden, die z. B. für die Belüftung eines Tunnels benötigt werden. Im schlimmsten Fall sind die Einflüsse nicht regional beschränkt, sondern wirken sich auf die gesamte Ostsee aus.

Das dynamische Meer
Änderungen der Strömungen vor Ort, Änderungen der Wasserschichten und des Wasseraustauschs beeinflussen die Qualität des Meerwassers. Die Entstehung von Sauerstoffmangel und das Aufblühen von Blaualgen in der Kieler Bucht und der Mecklenburger Bucht kann negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Konzentration und die Ausbreitung von Abwässern können sich ebenfalls ändern.

Auf regionaler Ebene liegt der Schwerpunkt darauf, wie sich eine feste Querung auf den Wasseraustausch mit der Ostsee auswirken kann. Eine Veränderung des Wasseraustauschs kann die waagerechte und senkrechte Verteilung des Salzwassers in der Ostsee beeinflussen. Dies kann wiederum die Wasserqualität und die Lebensbedingungen von Pflanzen und Tieren verändern.

Messungen und Modelle
Die Dynamik des Meerwassers wird laufend beobachtet, damit die Umweltverträglichkeitsprüfung der festen Querung auf einer optimalen Wissensgrundlage beruht. Drei große Messbojen senden rund um die Uhr Daten über die Temperatur des Meeeres, den Salzgehalt, die Strömung, die Algenmenge usw. direkt an das zentrale Datenzentrum. Das gilt auch für die Daten von zehn kleineren Bojen, die entlang der Inseln Lolland und Fehmarn platziert sind. Die Daten von den Bojen werden dann verwendet, um die Dynamik des Meerwassers mithilfe von Computersimulations-modellen zu beschreiben.

 

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Fakten
Wenn Brackwasser auf Salzwasser trifft

Das leichte Brackwasser aus der Ostsee und das schwere Salzwasser aus der Nordsee sind charakteristisch für die dänischen Gewässer und den Fehmarnbelt.

Das spezifische Gewicht führt dazu, dass sich das schwere Salzwasser am Boden befindet, während das leichte Brackwasser oben liegt und das Wasser in Schichten aufgeteilt ist. Die Schichtung begrenzt die Vermischung der zwei Wassermassen und führt zu deutlichen Unterschieden von Sauerstoffkonzentration und Nährsalzgehalt zwischen dem Boden und der Wasseroberfläche im Fehmarnbelt.

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