Wasser
An Land werden Seen, Flüsse und das Grundwasser untersucht. Schwerpunktbereiche bei den Meeresuntersuchungen sind die marine Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der festen Querung auf die Strömungsverhältnisse im Fehmarnbelt.

Besuch in unterseeischen Oasen

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Die Küsten am Fehmarnbelt sind das Ergebnis jahrtausendelanger Bearbeitung durch Wasser und Wellen. Auch heute noch werden Küsten und Strände durch dieselben Kräfte geformt. In Verbindung mit den Bauarbeiten für die Feste Fehmarnbeltquerung werden Meeresboden und Küsten in der unmittelbaren Umgebung gründlich untersucht und kartiert.

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Im flachen Wasser nehmen Taucher Proben von Pflanzen, Tieren und Meeresboden im Fehmarnbelt. (Foto: NATURFOCUS / Christian B. Hvidt)


Von Fehmarn und von Lolland fällt der Meeresboden auf eine Tiefe von bis zu 25‑30 Metern ab. An den Hängen finden sich an einigen Orten charakteristische riesige Sandbänke. Eine Änderung der Strömungs‑ und Wellenverhältnisse sowie das Abtragen oder Umschichten des Meeresbodens kann das Aussehen von Küste und Meeresboden beeinflussen oder den Lebensraum von Tieren und Pflanzen einschränken.

Kartierung des Meeresbodens
Unter der Wasseroberfläche befindet sich eine Landschaft mit sanften Hügeln und Tälern - nicht unähnlich der oberhalb des Meeresspiegels. Allerdings finden sich unter Wasser weder Wälder noch Blumenwiesen, dafür aber ein Dickicht aus Tang 

 

auf den Steinen und Seegraswiesen auf dem Meeresboden selbst. Und zwischen den Pflanzen tummeln sich zahlreiche Tiere.

Auch auf dem weit reichenden, auf den ersten Augenschein leeren Meeresboden hat sich eine vielfältige Pflanzen‑ und Tierwelt entwickelt. Deswegen setzt eine aussagekräftige Umweltverträglichkeitsuntersuchung umfassende Kenntnisse über die Landschaft auf dem Meeresboden, den Standort von z. B. Sand-, Schlamm- und Steinbereichen, voraus. Um das notwendige Wissen zu sammeln, führt die Femern A/S im Sommer 2009 eine Reihe von Untersuchungen durch. Hierbei wird der Meeresboden mit modernsten Instrumenten gescannt, außerdem werden Proben genommen und im Labor analysiert.

Riesige Sandbänke
Vor nicht allzu vielen Jahren wurden riesige Sandbänke im Fehmarnbelt und den angrenzenden Meeresbereichen entdeckt. Heute ist immer noch nicht bekannt, wie groß und wie dynamisch diese Sandbänke sind. Vielleicht bewegen sie sich, wie dies ja auch Dünen an Land tun. Die Bänke sind mit einer Höhe von bis zu 3 Metern und einer Wellenlänge von 12‑100 Metern ausgesprochen groß und haben wahrscheinlich einen großen Einfluss auf die Wasserdynamik. Die Femern A/S rechnet jedoch damit, dass die Umweltuntersuchungen Antworten auf diese Fragen geben werden. 

 

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Fakten
Steinriffe sind die Oasen des Meeres

Im Laufe der Zeit wurden große Felsbrocken aus dem Meer gefischt und für Hafenmolen und andere Bauwerke verwendet. Deswegen sind heute viele Steinriffe im Meer verschwunden. Steinriffe sind Lebensräume für eine große biologische Vielfalt und deswegen von großer Bedeutung. Tiere können auf den Steinen leben und sich zwischen den Steinen verstecken, die Steine sind außerdem Anker für zahlreiche Tangarten.

Gerade Tangarten sind für das Meer von Bedeutung. Sie produzieren den lebensnotwendigen Sauerstoff, der sonst nur schwer im tiefen Wasser zu finden ist. Deswegen ist das Vorhandensein von Steinriffen im Fehmarnbelt für die dortige Tier- und Pflanzenwelt wichtig - nicht nur auf lokaler, sondern auch auf regionaler Ebene.

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