Wasser
An Land werden Seen, Flüsse und das Grundwasser untersucht. Schwerpunktbereiche bei den Meeresuntersuchungen sind die marine Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der festen Querung auf die Strömungsverhältnisse im Fehmarnbelt.

Tolle Formen des Meeresbodens

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Sandwellen und Sandbänke in allen Größen und Formen bedecken Teile des Meeresbodens im Fehmarnbelt. Küsteningenieure haben jetzt untersucht, wie sich diese Bodenformen bilden und mit der Strömung wandern. Das Ergebnis wird verwendet, um deren Beeinflussung durch die Feste Fehmarnbeltquerung zu beurteilen.

Aushubarbeiten und die Konstruktionen, die die Feste Fehmarnbeltquerung ausma-chen werden, werden den Meeresboden mit seinen unterschiedlichen Bodenformen beeinflussen. Daher kartiert man jetzt die Bodenformen und untersucht deren natürliche Wechselbeziehung mit den Strömungsverhältnissen.


Strömung und Bodenmaterial in enger Wechselbeziehung
Die Strömung dicht am Grund des Fehmarnbelts ist stark genug, um Sand und Kies mitzunehmen – vor allem bei und nach starkem Wind. Auch Wellen können das Material am Meeresboden in Bewegung setzen. Sandwellen und Sandbänke werden durch Erosion und Ablagerung des losen Bodenmaterials in einer komplizierten Wechselbeziehung zwischen Sediment, Strömung und Wellen gebildet. Diese Inter-aktion trägt zur Schaffung der tollen rhythmischen Muster und Formen bei, die einen Teil des Meeresbodens im Fehmarnbelt bedecken. 


Modernste Kartierung mit Echolot
Mit einem modernen mehrstrahligem Echolot, einem sogenannten Multibeam Echo Sounder, haben Experten eine hochauflösende Tiefenvermessung mit einem Abstand von weniger als 1 m zwischen den Messpunkten durchgeführt.

Auf der Basis der Tiefenmessung wurde eine Karte ausgearbeitet, die zeigt, wie tief die verschiedenen Arten von Bodenformen liegen. Die Karten zeigen zugleich deren wechselnde Neigungen.


Strömungsmodell gibt Antworten
In allen Bereichen mit Bodenformen wurde dieser Widerstand mit Hilfe eines detail-lierten Strömungsmodells berechnet, das die Strömungswirbel berechnen kann. Der Strömungswiderstand von den Bodenformen wurde verwendet, um deren Einfluss auf die Strömung durch den Belt zu berechnen. Die sichelförmigen Sandbänke haben zu geringe Bodenneigungen als dass sie die Strömung wesentlich beeinflussen können.

Einige der anderen Arten von Sandbänken und Sandwellen weisen eine stärkere Bo-denneigung auf, doch da sie trotz allem nur einen begrenzten Bereich des Bodens abdecken, ist der Einfluss der Bodenformen – wie Untersuchungen zeigen – auf die Strömung durch den Fehmarnbelt insgesamt gesehen gering.
 

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Fakten
Sandwellen und sichelförmige Sandbänke

Es gibt zwei Hauptarten von Bodenformen im Fehmarnbelt. Die größeren sind Sandwellen, die als langgestreckte Hügel quer zur Strömungsrichtung liegen. Im Fehmarnbelt sind sie bis zu 4 m hoch und 600 m lang und liegen meist in einer Wassertiefe von ca. 10-25 m. Die andere Hauptart sind die sichelförmigen Sandbänke. Im mittleren Teil der "Sichel" sind sie etwa 0,5 bis 1 m hoch und nach außen zu an den "Armen", die sich ca. 100 bis 150 m in die Ostsee erstrecken, etwas niedriger. Die sichelförmigen Sandbänke findet man häufig in einer Wassertiefe von 25-30 m. Beide Arten von Bodenformen bewegen sich mit der Materialwanderung. Das Einströmen des schweren, salzigen Wassers aus dem Kattegat am Boden des Fehmarnbelts bedeutet, dass sie hauptsächlich in Richtung Ostsee wandern.

Sandwellenfeld
Foto: DHI
Sandwellenfeld
Die Grafik zeigt die Dimensionen eines Sandwellenfeldes. Hier kann man sehen, wie die Sandwellen quer zur Strömungsrichtung liegen und sehr stark an gigantische Ausgaben der Sandrillen erinnern, die wir alle vom Meeresboden am Badestrand kennen.
Taucher und Sandbank
Foto: Christian B. Hvidt, NATURFOCUS
Taucher und Sandbank
Sandbank am Grund des Fehmarnbelts.

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