Wasser
An Land werden Seen, Flüsse und das Grundwasser untersucht. Schwerpunktbereiche bei den Meeresuntersuchungen sind die marine Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der festen Querung auf die Strömungsverhältnisse im Fehmarnbelt.

Schutz für Heringe, Seehunde und Muscheln

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Der Fehmarnbelt ist die Heimat vieler Tiere, die mit der festen Querung einen großen Nachbarn bekommen. Das verlangt viel Rücksicht, sowohl beim Entwurf, als auch beim Bau der Querung.

Kleintiere, wie Meeresborstenwürmer, Muscheln und Krebse, teilen sich den Meeresgrund mit Fischen auf Futtersuche und anmutigen Seeanemonen. Im Belt gehen Schweinswale auf Beutejagd, die Sandbänke sind Wurf- und Ruheplätze für Seehunde. Alle diese Tiere bilden gemeinsam eine komplizierte Nahrungskette, in der jedes einzelne Glied für die Aufrechterhaltung einer gesunden Artenvielfalt von Bedeutung ist.

Mögliche Folgen des Vorhabens sind mehr Lärm, Licht, das Aufwirbeln des Meeresbodens, aber auch geänderte Strömungs‑ und Bodenverhältnisse, was bedeuten kann, dass wichtige Tierlebensräume sehr beeinträchtigt werden können und dadurch bestimmte Tierarten ihre Lebensräume sogar ganz verlassen. Umweltverträglichkeitsuntersuchungen sollen klären, wie ausgeprägt die Folgen des Bauvorhabens für die Fauna sind.

Im Brennpunkt: Miesmuscheln
Miesmuscheln gehören zu den wichtigsten Tierarten im Fehmarnbelt. Da sie sich von Plankton ernähren, das sie aus dem Wasser filtern, tragen sie dazu bei, das Wasser sauber zu halten. Miesmuscheln wiederum sind die Nahrung vieler Vögel, wie Eiderenten und Trauerenten.

Im Rahmen von Bestandsaufnahmen  und –bewertungen werden Standorte und Umfang der Muschelbänke ermittelt und berechnet, wie viel Futter Vögeln und anderen Tieren zur Verfügung steht. Diese Berechnungen fließen in statistische Analysen und Computermodelle ein.

Diese Modelle vermitteln Erkenntnisse über Muscheln im gesamten Beltbereich und nicht nur an unseren Probenahmestationen. Außerdem können mithilfe der Modelle die Auswirkungen der verschiedenen Gestaltungsformen der festen Querung leichter verglichen werden.

Scheue Meeressäuger
Eine weitere wichtige Tiergruppe in diesem Gebiet sind Meeressäuger. Viele dieser Tiere sind außergewöhnlich scheu und lassen sich leicht stören. Die Bauarbeiten, egal ob Brücke oder Tunnel, können somit zu einem Problem für Schweinswale und Seehunde werden.  Nach der Inbetriebnahme der festen Querung kann es dazu kommen, dass diese Tiere durch Lärm und Licht gestört werden. Eine Brücke kann alleine durch ihre Gegenwart zu Änderungen des Fressverhaltens führen.

Biologen können diese Risiken nur abschätzen, wenn sie über eingehende Kenntnisse über den Lebensraum von Schweinswalen und Seehunden, über ihre Futterplätze und ihre Wurfplätze verfügen. Dies lässt die Femern A/S regelmäßig durch Beobachtungen vom Schiff und Flugzeug aus untersuchen. Außerdem werden im Fehmarnbelt und im Großen Belt Bojen ausgesetzt, die rund um die Uhr Geräusche aufnehmen, anhand derer die Wanderbewegungen der Tiere verfolgt werden.

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Fakten
Hering

Der Hering, der etwa 40 % des Fischbestands im Belt ausmacht, ist eine wichtige Fischart im Fehmarnbelt. Im Laufe der Geschichte spielte der Hering für Menschen und Tiere in dieser Region eine bedeutende Rolle. Im Mittelalter zum Beispiel wurde der nordeuropäische Heringshandel von den Kaufleuten der Hanse beherrscht.

Im Fehmarnbelt leben zwei Heringsarten: eine kleinere Art, die im Herbst laicht, und eine größere Art, die im Frühjahr laicht. Die im Herbst laichende Art ist besonders gefährdet und wurde in Deutschland in die Rote Liste über bedrohte Tierarten aufgenommen.

 

Meeresfauna wird untersucht
Foto: NATURFOCUS / Christian B. Hvidt

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Der Fehmarnbelt ist die Heimat vieler Tierarten. Robben, Seehunde, Schweinswale und Fische sind den meisten Menschen bekannt, hier leben aber auch weniger bekannte Tiere. Ein Beispiel sind Quallen, deren Lebensweise vor und während der Bauphase der festen Querung sorgfältig untersucht wird.

Timeline

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