An Bord eines Fischerbootes bereiten Meeresbiologen die Markierung eines Schweinswales durch einen Satellitensender an der Rückenflosse vor (Foto: Rune Dietz).
Schweinswale kommen im Bereich des Fehmarnbelt häufig vor. Auch wenn die Vorkommensdichte nicht mit der im angrenzenden Großen Belt vergleichbar ist, geht man doch davon aus, dass der Fehmarnbelt einen wichtigen Lebensraum der Schweinswale darstellt. Außerdem ist er ein Durchgangsgebiet für Bewegungen zwischen den östlichen und westlichen Teilen der westlichen Ostsee. Schweinswale sind äußerst mobil, und bei markierten Tieren in innerdänischen Gewässern wurde festgestellt, dass sie im Osten bis nach Bornholm und in der Nordsee bis zu den Shetland-Inseln schwimmen. Flugzeugzählungen Um das Gesamtvorkommen und die Verteilung der Schweinswale im Fehmarnbelt und in den angrenzenden Gewässern zu beurteilen, werden Flugzeugzählungen durchgeführt. Dies geschieht durch den Überflug entlang von parallelen Linien, wobei drei Beobachter an Bord alle gesichteten Schweinswale erfassen und den Abstand von den Tieren zum Flugzeug bestimmen. Da Schweinswale sich nur zeitlich begrenzt an der Meeresoberfläche aufhalten, werden mithilfe des Abstands zwischen Tier und Flugzeug die Dichte und die Gesamtzahl errechnet. Die Erhebungen erfordern eine sehr ruhige See und sind stark von den Wetterbedingungen abhängig. Schweinswale werden außerdem von den Fähren zwischen Lolland und Fehmarn aus gezählt. Bei guten Wetterbedingungen wird auf jeder Seite der Fähre ein Beobachter eingesetzt, der alle gesichteten Schweinswale sorgfältig erfasst. Akustische Überwachung Eine weitere Untersuchungsmethode ist die akustische Überwachung unter Verwendung autonomer Schweinswaldetektoren (PODs). Diese Geräte sind Hydrophone kombiniert mit einem Aufzeichnungsgerät, das die Daten speichert. Schweinswale senden Echolokationsrufe in hoher Frequenz aus. |
Diese brauchen sie zur Orientierung und Beutejagd unter Wasser. Die Methode ist daher hocheffizient für die Aufzeichnung des Schweinswalvorkommens, und sie ist unabhängig von den Wetterbedingungen. Sie ermöglicht Meeresbiologen außerdem, die Muster des Schweinswalvorkommens und die Nutzung ihres Lebensraumes in Abhängigkeit von Tages- und Jahreszeiten festzustellen. Satellitensender Manchmal werden Schweinswale von Fischern gefangen, jedoch sind sie in Reusen normalerweise nicht in Gefahr und können lebend geborgen werden. Um ihre Bewegungen im Bereich des Fehmarnbelt und der breiteren Ostsee zu erforschen, wurden neun Tiere eingefangen und mit Satellitensendern markiert, und nun können Meersbiologen ihre Bewegungen über große Abstände verfolgen. Schweinswale sind hochmobil, und bei markierten Tieren in innerdänischen Gewässern wurde festgestellt, dass sie im Osten bis nach Bornholm und in der Nordsee bis zu den Shetland-Inseln schwimmen. Daher liefert diese Untersuchung den Umweltstudien wichtige Informationen über die Nutzung des Lebensraums und die Bewegung zwischen Gebieten. Lärmemission durch Schiffsverkehr Unterwasserlärm ist eine potenzielle Bedrohung für Schweinswale und andere Meeressäugetiere, und der Lärm der Schiffe und Bauarbeiten kann Schweinswale im Fehmarnbelt erschrecken. Um eine Grundlage für spätere Verträglichkeitsprüfungen zu schaffen, werden Umgebungslärmpegel im Fehmarnbelt mithilfe von Hydrophonen gemessen die an festen Bojen im Fehmarnbelt angebracht sind. Da der Fehmarnbelt eine viel befahrene Wasserstraße ist, trägt der von Schiffen erzeugte Lärm maßgeblich zum Umgebungslärmpegel bei, der höher ist als in anderen Gebieten. Durch den Vergleich des Schweinswalaufkommens mit dem Schiffsverkehr und den Lärmpegeln werden mögliche Auswirkungen der hohen Frequenz von Schiffen im Fehmarnbelt und die damit verbundenen Lärmemissionen erforscht. Sobald der Satellitensender angebracht ist, kommt der Schweinswal zurück ins Wasser. In manchen Fällen haben Satellitensender mehr als 14 Monate lang Informationen über die Bewegungen eines Schweinswals geliefert. Dies ist ein Weltrekord im Bereich der Walmarkierung (Foto: Rune Dietz).
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