In den Wintermonaten werden die Gewässer um die Inseln Fehmarn und Lolland von großen Schwärmen von Meeresenten bevölkert. Meeresenten sind Entenvögel, die sich tauchend von Muscheln und Krebstieren ernähren. Ihre Lebensweise ist sehr aufwändig: Außerhalb der Brutzeit sind sie ausschließlich auf dem offenen Meer anzutreffen, wo sie extremen Wetterbedingungen ausgesetzt sind. Sie tauchen in Wassertiefen von mehr als 30 m zum Meeresboden herab, um dort hartschalige Muscheln aufzunehmen. Die zahlenmäßig wichtigsten Arten im Fehmarnbelt sind die Eiderente mit zur Zeit 250.000 Überwinterern, die Eisente mit 16.000 und die Trauerente mit 35.000. Für alle drei Arten macht der Winterbestand im Fehmarnbelt einen größeren Anteil der Gesamtpopulation aus. Vogelzählung auf allen Ebenen
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Ein Tunnel könnte vor Allem Auswirkungen auf die Nahrungsgrundlage durch Veränderungen des Meeresbodens und Sedimentverdriftungen haben. In zwei Wintern wurden daher Eiderenten, Trauerenten und Eisenten im Fehmarnbelt gefangen und mit kleinen Sendern ausgestattet, um den Aufenthaltsort der Vögel zu lokalisieren, ihre Wanderbewegungen zu verfolgen und das Tauchverhalten zu untersuchen. Satelliten und Radiosender Satellitensender geben jedoch nur wenige Positionen pro Tag durch und werden so programmiert, dass sie nicht ständig senden, um die Laufzeit der Batterie zu erhöhen. Um tägliche Bewegungen und die Aktivität der Vögel verfolgen zu können, werden kleine Radiotelemetrie-Sender eingesetzt. Die Signale können innerhalb einiger Kilometer mit Handantennen empfangen werden. Da das Signal der Sender verstummt, sobald eine Ente taucht, lässt sich ermitteln, wo genau die Vögel ihre Nahrung suchen. |
Mit etwa 750 g Körpergewicht ist die Eisente die kleinste Ente in unseren Gewässern. Sie ist ein kleiner Hochleistungssportler, denn die Eisente weist ein bemerkenswertes Tauchverhalten auf. An kurzen Wintertagen sind Eisenten nahezu pausenlos auf Nahrungssuche. Tauchgänge von 40 bis 60 Sekunden erfolgen während der gesamten Helligkeitsperiode in so kurzer Abfolge, dass die Vögel tagsüber mehr Zeit unter Wasser als an der Oberfläche verbringen.