Wasser
An Land werden Seen, Flüsse und das Grundwasser untersucht. Schwerpunktbereiche bei den Meeresuntersuchungen sind die marine Flora und Fauna sowie die Auswirkungen der festen Querung auf die Strömungsverhältnisse im Fehmarnbelt.

Wasserläufe und Seen bleiben erhalten

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Die Rampenanlagen für eine Brücke oder einen Tunnel werden so platziert und gestaltet, dass die Beeinträchtigung der Gewässer auf Fehmarn und Lolland möglichst gering ausfällt. Daher werden vor Beginn der Bauarbeiten Wasserläufe und Seen in der näheren Umgebung untersucht.

Die Wasserläufe auf Lolland und Fehmarn werden durch Begradigungen, Vertiefungen und die Einleitung von Nährstoffen durch den Menschen stark beeinflusst. Insbesondere auf Lolland handelt es sich bei vielen Wasserläufen um künstliche Kanäle, die an der Mündung zum Meer in einer Pumpanlage enden. Im Laufe der Zeit hat sich die Natur an diesen durch Menschen geschaffenen Wasserläufen entwickelt. 

Wasserläufe und Seen sind wichtig
Wasserläufe und Seen dienen als Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Diese Gewässer werden auch von vielen Menschen zur Erholung genutzt. Außerdem haben Wasserläufe eine wichtige Entwässerungsfunktion. Dadurch werden Gebäude, landwirtschaftliche Flächen und Wege vor Vernässung geschützt.

Daher werden das Tier- und Pflanzenleben, die Wasserqualität, die Wasserführung und die Ziele aller Wasserläufe und Seen in der Nähe der Rampenanlagen untersucht. Danach wird die Beeinträchtigung durch die Einleitung von Straßenabwässern und anderen Abwässern analysiert.

Auswirkungen der festen Querung
Falls die feste Querung durch eine Brücke realisiert wird, werden die Rampen für die Brücke auf einem Damm liegen. Sollte die feste Querung durch einen Tunnel realisiert werden, werden die Rampen im Einschnitt verlaufen.

Bei der Brückenvariante richtet sich das Augenmerk auf den Schutz der Wasserläufe und Seen vor Wasser, das von den versiegelten Flächen abgeleitet wird. Das Wasser von den Straßen kann Stoffe enthalten, die für Gewässer schädlich sind.

Beim Bau eines Tunnels wird möglicherweise während der Bau- und in der Betriebsphase der Grundwasserspiegel gesenkt. Eine Grundwassersenkung reduziert möglicherweise auch den Wasserstand in Wasserläufen und Seen, was wiederum die Gefahr von Austrocknung in Trockenphasen birgt. Ein Tunnel kann auch bedeuten, dass Fließgewässer umgeleitet werden müssen, da die Einschnitte so tief sein können, dass die Anlage einen Durchlass für Tierquerungen verhindert.

 

Sicherung von Wasserläufen und Seen
Ziel der Umweltverträglichkeitsprüfung ist u. a. herauszufinden, wie die Beeinträchtigung von Wasserläufen und Seen vermieden werden kann. Sollte sich herausstellen, dass eine erforderliche Senkung des Grundwassers den Wasserstand in Wasserläufen oder Seen ändert, wird das hochgepumpte Grundwasser zurück in den See oder den Wasserlauf geleitet, damit der Wasserstand wieder angehoben wird.

Darüber hinaus werden Rückhaltebecken gebaut, damit sich die Schadstoffe im Wasser absetzen können. Das Wasser im Rückhaltebecken wird in kleineren Mengen abgeleitet. Falls das Wasser aufgrund von Unfällen besonders schädliche Stoffe enthält, kann das Wasser ganz zurückgehalten werden.

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Ein Bach schlängelt sich an einem Deich an der Nordküste Fehmarns entlang. (Foto: Trüper Gondesen Partner)

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Sowohl auf Lolland als auch auf Fehmarn wurden zahlreiche Bäche von Menschenhand begradigt. (Foto: Jan Fischer Rasmussen)

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Fakten
Natürliche Seen auf Lolland und Fehmarn

Es gibt einige kleine, stillstehende Gewässer auf Lolland und Fehmarn. Einige sind natürlich, die meisten wurden jedoch von Menschen geschaffen, z. B. Mergelgruben oder Gräben, die in Verbindung mit Deichbau entstanden sind. Es gibt keine großen natürlichen Seen auf Fehmarn. Die Seen bei Maribo, die etwas außerhalb des Untersuchungsgebiets liegen, sind mit 1140 ha die größten Seen auf Lolland.

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